1975-1978 |
1979 - 1982 |
1983-1986 |
Abstieg
aus der Eliteliga
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Bernard Dietz und Sepp Maier |
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Rudi Gutendorf, Hermann Eppenhoff,
Gyula Lorant, Robert Gebhardt, Rudi Faßnacht für fast vier Jahre,
Willibert Kremer als sein dreijähriger Assistent und Nachfolger, Otto
Knefler, Rolf Schafstall, Heinz Höher, Friedhelm Wenzlaff bis hin zu Kuno
Klötzer - das waren Trainer, die beim MSV mit unterschiedlichem Erfolg
arbeiteten. Es gab bis zum Abstiegsjahr 1982 oft genug wahre
Schlachten im Wedaustadion, vornehmlich gegen die Bayern, denen oft genug
in der Wedau die "Lederhosen" ausgezogen wurden. Der spektakulärste Sieg
fand am 5. November 1977 statt: 6:3 über die Bajuwaren - mit Bernhard
Dietz als vierfachem Torschützen. Aber immer mehr machte sich da Image in
der Öffentlichkeit breit, wonach der MSV zu einer "grauen Bundesligamaus"
wurde. Das behielt er bis zu jenem Tiefpunkt im Mai '82, als im
Leverkusener Haverlandstadion der Abstieg aus der Eliteliga besiegelt
wurde.
Der 8. Mai '82 ist in den MSV Vereinsannalen als ein
schwarz umrandetes Datum unterstrichen. An diesem Tag wurde die
Bundesligazugehörigkeit nach 19 Jahren abgehakt. Es war eine Beerdigung
der fußballerischen Erstklassigkeit. Hoffnungen auf eine gute Zukunft
wurden gleichsam zu Grabe getragen. Eine Ära ging zu Ende. Ein Verein
hatte für lange Jahre Fußballgeschichte geschrieben. Das langsame Sterben
einer großen Tradition schmerzte. Das Duisburger Fußballvolk musste lange
auf eine Auferstehung warten -fast neun Jahre.
Am jenen 8. Mai
entschied sich das Schicksal des MSV. Im Leverkusener Haverlandstadion gab
es die gegen die vor dem Spiel nur unwesentlich besser platzierte
Bayer-Werksmannschaft eine 1:2 Niederlage, die den Anfang vom Ende
bedeutete. Das Duisburger Team, immer wieder angetrieben vom überragenden
Mittelfeldmotor Herbert Büssers, dominierte und kontrollierte das Spiel
bis in die Schlussphase. Der blonde Büssers speiste bei den 8.000
mitgereisten Fans mit seinem Führungstor die Hoffnung auf eine Wende zum
Positiven. Trainer Kuno Klötzer, den sie "Ritter" nannten, der aber als
Nachfolger des zuvor entlassenen Friedhelm Wetzlaff kein "Retter" wurde,
stand an der Außenlinie und feuerte seine Männer immer wieder an.
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Das MSV Präsidium mit dem Vorsitzenden Dr. Gerhard Raab an der
Spitze, alle Mitglieder des Wirtschaftsausschusses und Politprominenz
aller Parteien, im Sonderbus angereist, drückten die Daumen auf
sportlichen Erfolg. Dann patzte Guido Szesni (s.
rechts) -1:1. Und sieben Minuten vor dem Ende machten die
Leverkusener aus dem für sie bis dahin scheinbar aussichtslosen 0:1 noch
einen 2:1 Erfolg, der für sie die Rettung bedeutete und er den Duisburger
Gegner in den Abstieg trieb.
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Noch vor dem
Schicksalsspieljahr hatte sich das Präsidium in Grefrath zur
Bestandsaufnahme in Klausur begeben. Da kamen nackte Zahlen auf den Tisch,
die nicht nur einen gewissen Walter Schlenkenbrock, gerade neu in den
Wirtschaftsrat gewählt, die Sorgenfalten auf die Stirn trieben. Über drei
Millionen Mark - das war der aktuelle Schuldenstand. Und die Mitteilung
des deutschen Fußballbundes, dem MSV werde die Lizenz für die folgende
Saison nicht erteilt, passte so recht in das negative Licht dieser Tage im
Frühling '82.
Der Mediziner Dr. Gerhard Raab, erst einige Wochen
als Präsident im Amt, reagierte mit Gelassenheit. Das in Grefrath
beschlossene Sparprogramm und ein zu erwartender Transfererlös von rund
2.5 Millionen Mark sollten für eine Lizenzerteilung ausreichen. Er behielt
recht. Aber mit Kempe Sarborowsky, Gores und Szesni verließen vier Kicker
den Verein, und das war noch nicht alles. Bernhard Dietz, der große
Kämpfer, drängte nach einer Schalker Offerte auf Freigabe in Richtung
Gelsenkirchen. Er bekam sie aufgrund seiner Verdienste um den MSV.
350.000,-DM lautete die Ablösesumme für einen wie Dietz, der in Duisburg
die große Karriere bis hin zum Kapitän der Nationalmannschaft gemacht
hatte. Für Schalke war das ein günstiger Preis, und immerhin hängte Dietz
noch fünf Jährchen in Königsblau an, bevor er dann später im Mai 1988
sein Abschiedsspiel im Zebradress an der Wedau gab.
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