1979-1982 |
1983 - 1986 |
1987-1990 |
Rückkehr
zu den Amateuren
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Mannschaft von Trainer Siegfried Melzig
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Mit Melzig kam der falsche Mann ?
Der routinierte Torhüter Heinze (s. Foto
unten), der Libero Bregmann (s. Foto
unten), die Mittelfeldspieler Dubski und Büssers, die Stürmer
Seliger und Wohlfarth - das waren die Korsettstangen, um die im ersten
Jahr der zweiten Liga nach dem Bundesliga-Abstieg eine neue Mannschaft
gezimmert werden sollte. Namen vom guten Klang. Was fehlte, war der
richtige Zimmermann. Irgendwann später einmal räumte der amtierende
Präsident Dr. Gerhard Raab ein, einen fatalen Fehlgriff getan zu haben. Er
verpflichtete den Trainer Siegfried Melzig, einen Mann der zuvor schon
(und später auch) überwiegend deswegen in die Schlagzeilen geraten war,
weil er mal wieder vorzeitig seine Koffer packen musste. Melzig, im losen
Gespräch durchaus redegewandt und von scheinbarer Persönlichkeit, hatte es
verstanden den Mediziner bei seiner Vorstellung Sand in die Augen zu
streuen. Raab suchte nicht den Rat von Fachleuten, er entschied sich für
Melzig. Es kursierte das Gerücht, der Präsident und der Trainer hätten auf
einem Bierdeckel einen "Vertrag" für ein halbes Jahr ausgehandelt.
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Gerd Heintze
Kees Bregmann
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Melzig startete mit dem
MSV-Team zu Beginn der ersten Duisburger Saison in der zweiten Liga
mit einer Niederlagenserie, und schon bald stand fest, dass die erhoffte
schnelle Rückkehr in die Eliteliga nicht geschafft werden könnte. Nur ein
Mittelplatz war die sportliche Ausbeute, und das Saisonende erlebte Melzig
schon nicht mehr mit. Vizepräsident Dr. Karl Preißler hatte zwischendurch
einen kleinen Südamerikaner aus dem Ärmel gezogen, der stets ein
verschmitztes Lächeln auf den Lippen hatte und zu einem Sympathieträger
wurde: Luis Zacarias. Der listige Peruaner bewies mit Erfolgen des Teams,
was möglich gewesen wäre, und er sicherte sich mit einer positiven
Abschlussbilanz die sportliche Verantwortung für die kommende Saison, die
mit den beiden Relegationsspielen gegen Eintracht Frankfurt endeten.
Luis Zacarias war Vater von drei Mädchen, ein weiteres wurde
geboren, als er an der Westender Straße der "Chef" war. "Und der Roland
ist mein einziger Sohn", sagte der kleine Südamerikaner über seinen
Lieblingsspieler. Von Roland Wohlfarth, später bei Bayern München über
Jahre hinweg zu einem gestandenen Bundesliga-Torjäger gewachsen, war die
Rede, und er schoss den MSV mit über 30 Treffern in die Ausscheidung gegen
die in diesem Jahr sportlich kränkelnde Eintracht. Das Duisburger Team
hatte den direkten Bundesliga-Aufstieg ausgerechnet in Schalke verpasst,
als Dubski und Wohlfahrt schnell für eine 2:0-Führung gesorgt hatten, die
Schalke aber noch in einen 4:2-Sieg umbiegen konnte. Ein Erfolg im
Parkstadion hätte den MSV-Expreß in die Bundesliga fahren lassen. So blieb
aber nur die Relegation gegen die Hessen, die sich im Wedaustadion leicht
mit 5:0 durchsetzten und sich im Rückspiel im heimischen Waldstadion ein
1:1 erlauben durften.
Luis Zacarias blieb Traîner. Aber der Erfolg
hatte ihn verlassen. Unter dem Strich der dritten Zweitligasaison stand
schon das Abstiegsgespenst "Gewehr bei Fuß", aber es konnte noch einmal
vertrieben werden, mit nur einem Punkt Vorsprung. Aber der Niedergang des
Bundesligisten der ersten Stunde ins Amateurlager zeichnete sich bereits
ab. Ein Jahr später war er vollzogen. Der Trainer Günter Preuß, der aus
argen finanziellen Nöten heraus auch als sportlicher Leiter fungierte,
dann Helmut Witte und Friedhelm Vos konnten ihn in dieser Reihenfolge
nicht aufhalten.
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Dass der MSV die vierte Saison nach dem Bundesliga-Abstieg
überhaupt noch in Angriff nehmen konnte, war u.a. Dieter "Pitter" Danzberg
zu verdanken. Der frühere Stopper hatte im Mai '85 mit Hilfe alter
Kameraden wie Günter Preuß den "Fußball Hit" organisiert, als eine
Traditionsmannschaft alter Nationalspieler mit Franz Beckenbauer und
Wolfgang Overath an der Spitze im Wedaustadion zu einem Benefizspiel (s. rechts) antrat. Die Veranstaltung brachte
über 250.000 Mark in die gähnend leere Vereinskasse, aber das war
letztlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
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