back1991-1995 1996 - 1999 2000-2001weiter

 
Die Geschichte des MSV
Auf und ab und dann: "Nur noch hoch"
Pokalfinale 1998

Dei Rückkehr der "alten Zeiten und Erfolge" lassen nicht länger auf sich warten

Im 2. darauffolgenden Jahr in der 1. Liga, wollte man statt kleckern nur noch klotzen. Sogenannte Stars wurden verpflichtet. Der MSV verpflichtete auf Anraten von Ewald Lienen, den internationalen Star Emanuell Amunike. Dies sorgte für große Spekulationen im Fußballgeschäft und überall warf jedermann ein Auge auf "die kleine graue Maus". Was geschah, ist unglaublich: Amunike erschien erst gar nicht, hatte plötzlich ein Angebot des FC Porto als wesentlich besser eingestuft und zeigte somit dem MSV geradezu symbolisch den Mittelfinger; andere waren ihr Geld nicht wert (Ljung oder Schalimow), die beide während der gesamten Saison maßlos enttäuschten. Reibereien innerhalb des Vereins ("Rollmann-Lienen Krise") sorgten für Unruhe und so kam es wie es kommen mußte. Erneuter Abstieg in die 2. Liga. Der "Trabrennfahrer" Hannes Bongartz übernahm das Meidericher Gespann und trotz sehr dürftiger Leistungen gelang es dem MSV nach Beendigung der Zweitliga-Saison 1995/96 erneut wieder durch Erreichen des 3. Tabellenplatzes gemeinsam mit Arminia Bielefeld und dem VfL Bochum, aufzusteigen. Nachdem der "Trabrennfahrer" mit viel Arroganz zu Borussia M'Gladbach wechselte ( Zitat: "...mit den Spielern mit denen es man hier zu tun hat, lässt keinen Vergleich zu der Duisburger Elefantentruppe zu...") und dort schon sehr bald, wegen "Erfolglosigkeit" das Weite suchen mußte, kam von Bayer Uerdingen (KFC Uerdingen) der neue MSV Trainer Friedhelm Funkel.

Unter dem neuen Trainer Friedhelm Funkel (s. rechts) gelingt jetzt dem von allen Experten abgestempelten "Abstiegskandidat Nr. 1" ein 9. Tabellenplatz in der Saison 1996/97. Der MSV qualifiziert sich damit für den UI-Cup, erreicht in der Saison 1997/98 sogar das UI-Cup Finale gegen den traditionsreichen französischen Spitzenclub AJ Auxerre. Mit dem 8. Platz in der Fußballbundesliga erreichte man die beste Platzierung seit 20 (in Worten: ZWANZIG !) Jahren. Das Erreichen des Endspiels im DFB-Pokal war das Sahnehäubchen der Saison. Gegen den FC Bayern München verlor man unglücklich (in der 89. Minute); und erst als Bachirou Salou nach schwerem Foulspiel von Tarnat verletzt vom Platz mußte. Trainer Friedhelm Funkel


Nach 23 Jahren Wartezeit hatten es unsere Zebras endlich wieder geschafft das Pokalfinale zu erreichen. Nach Siegen über RW Essen, VFL Bochum, Eintracht Frankfurt, Jena und Trier war es vollbracht. Schon das Halbfinale war von unglaublicher Euphorie umgeben. 5000 MSV-Fans pilgerten nach Trier und das Spiel hielt was es versprach. Vor 16.000 Zuschauern im ausverkauften Moselstadion endete das Spiel mit 10:11 nach Elfmeterschießen. Nach diesem nervenaufreibenden Spiel wurde gefeiert. Der MSV hatte schon mit dem Finaleinzug geplant und verteilte "Berlin"-T-Shirts sowie Reiseangebote. Am nächsten Tag bildeten sich riesige Schlangen von Fans, die Karten fürs Finale ergattern wollten und Reportern, die den MSV lieb gewonnen hatten. Das Kartenkontingent von 17.500 war schnell vergriffen.

Am 16.Mai 1998 sollte ganz Berlin in weißen und blauen Farben schimmern. Schon vor dem Spiel der Herren im mit 76.000 Zuschauern ausverkauften Olympiastadion holte eine Duisburger Mannschaft den Pott in den Pott. Und zwar die Frauen vom FCR Duisburg, die den FSV Frankfurt unter Beifall der MSV-Fans 6:2 putzten. Als dann die Mannschaften des MSV's und Bayern München's das Feld betraten und die deutsche Nationalhymne erklang, lief so manchem der 22.500 MSV-Fans im Stadion und der 20.000 am König-Heinrich-Platz in Duisburg, wo eine riesige Leinwand errichtet worden war der Schauer dem Rücken herunter. Mannschaft der Saison 1991/92


So etwas hatte es lang nicht gegeben und wer weiß schon wann es so etwas wieder geben wird. In 50 Länder der Erde wurde das Spiel teilweise Live übertragen. Die Zuschauer bekamen einen MSV zu sehen , der in der ersten Hälfte klar überragte und durch Salou in Führung ging und der in der zweiten Hälfte zumindest ebenbürtig mit den Bayern war. Doch auch im dritten Pokalfinale der Vereinsgeschichte sollte es keinen Pokalsieg geben. 2:1 siegten die Münchener doch noch nachdem der MSV sehr unglücklich spielte und Tarnat mit einer rotverdächtigen Blutgrätsche Salou vom Feld foulte. Doch durch den Einzug ins internationale Geschäft und dem Sieg der Duisburger Frauen bedingt, zogen die MSV-Fans glücklich ab.

Trotz der Niederlage spielt man in der kommenden Saison im Europapokal der Pokalsieger.

EUROPA, DIE ZEBRAS KOMMEN ! lautet das neue MSV-Buch, welches euphorisch von Roland Leroi auf den Markt gebracht wird. Leider war es wirklich nur Euphorie, was den 1. europäischen Auftritt der Zebras im Europapokal der Pokalsieger betraf. Mit einem torlosen 0:0 im Hinspiel des Wedaustadions und einer 0:5-Klatsche im Rückspiel des Brüsseler Haisel-Stadions, konnte der belgische Verein KRC Racing Genk mit Pauken und Trompeten in die zweite Runde ziehen. Das Auftreten der Zebras in Brüssel sorgte für viel Verdruss unter den Fans, weil man sich in so ungewohnter Weise regelrecht aufgab und abschlachten lies. Zudem wurde dieses blamable MSV-Spiel von Millionen auf den Fernseh-Bildschirmen verfolgt. War es das erst mal wieder für die nächsten 20 Jahre ? Eine Prognose, die sich der Schreiber dieser Zeilen nicht aufzustellen traut .....
. . . MSV-Fan am Brandenburger-Tor
back   weiter
 

© 2008 Lucky Zebras 97
www.lucky-zebras.de