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Die Geschichte des MSV
Das neue Jahrtausend
Mannschaft der Saison 1999/2000

Aufsichtsratquerelen - Mobbing - neues professionelles Trainingscenter an der Westender Str. wurde eröffnet - erstmals ein Manager beim MSV - Ruhrmasters 2000 - Wieder Erfolglosigkeit in der Liga - Trainerwechsel - Tristesse - Abstieg früh besiegelt - Misslungener Start in die 2. Liga - MSV besinnt sich auf Tradition - erneuter Trainerwechsel - Detlef Pirsig neuer sportlicher Leiter - Zebras rollen Feld von hinten auf - Rückkehr auf die Erfolgsstrasse 

Die neue Saison 1999/2000 fing mit einem Debakel im Aufsichtsrat an, dessen Folgen erst viel später mehr als deutlich zu Tage traten. Einige Herren aus dem Aufsichtsrat konnten es anscheinend nicht ertragen, dass nicht sie ständig im Lichte der Öffentlichkeit standen. Die Vorstandsmitglieder Mehrheim und Frütel, welche eine solide Arbeit für den Verein abgeleistet hatten, warfen kurz vor der Jahreshauptversammlung, ohne Angaben von näheren Gründen ihre Vorstandsämter hin. Wie sich später herausstellte, ein folgenschwerer Tatbestand in der Vereinsgeschichte des MSV.

Das Desaster deutete sich am Horizont an. Keiner wusste bis dato, dass es mit Sicherheit auch eintraf. Aber die Ahnung stellte das tatsächlich Geschehene dann doch in den Schatten. Aus den bisher so erfolgreichen 3 Erstligajahren wurden leider wieder keine Lehren gezogen. Im Gegenteil! Anstatt auf dem Erreichten aufzubauen, kontinuierlich an Erfahrung dazuzugewinnen, gab man sich arrogant. Völlig unnötige Aktionen leiteten ein Debakel ein. So äußerte sich beispielsweise ein Mitglied des Aufsichtsrates: "Jetzt schmeißen wir auch noch den Trainer raus und geben erst mal richtig Gas...." Eine Verpflichtung von Karl-Heinz Riedle (Nationalspieler) wurde völlig zusammenhanglos angekündigt.

MSV-Mitglieder des Fan-Clubs Lucky-Zebras beantragten bei der Jahreshauptversammlung erfolglos eine "Nichtentlastung des Aufsichtsrates". Zudem sprach man Torsten Wohlert (s. rechts) (damaliger Kapitän der Zebras) jegliche Kompetenz ab, die Zebras auch im Management zu unterstützen. "Er sei kein Dummchen", gab Wohlert öffentlich zur Reaktion. Der Kapitän reagierte naturgemäß beleidigt mit sofortigem Rücktritt seiner Position innerhalb der Mannschaft. Erst nach diversen Gesprächen und Klärungen nahm Wohlert diesen Schritt zurück.

Leider erlitt Wohlert anscheinend durch gerade diese Diskussionen einen erheblichen Knacks in seinem Leistungsvermögen, der über weite Teile der darauf folgenden Saison anhielt. Nur langsam fand der Zebra-Kapitän wieder zu altem Leistungsvermögen zurück.  
Kapitän Thorsten Wohlert
Torsten Wohlert


Durch die im Vorjahr erlangte Qualifikation durch den 8. Tabellenplatz in der Bundesliga zum UI-Cup, spielte der MSV gegen Mannschaften aus Irland (Newry-Town), Türkei (Kocaelispor) und Frankreich (Montpellier) Die Zebras glänzten wenig in den Partien des UI-Cups und blamierten sich teilweise bei Clubs wie Newry-Town mit einer erbärmlichen Niederlage.

In der Partie gegen Montpellier kam dann das Aus für den MSV. Stefan Emmerling beging einen folgenschweren Abwehrfehler, der natürlich gnadenlos vom Gegner ausgenutzt wurde.
Das darauf folgende Rückspiel in Frankreich brachte erwartungsgemäß nicht den Erfolg im Weiterkommen des UI-Cups. Die Leistungen der Zebras waren kein Vergleich zu denen noch im Vorjahr zelebrierten Fußballkünsten. Die neue Erstliga - Saison fing dann überraschend vielversprechend an.

Der MSV Duisburg wird erstmals seit 3 Jahren von den Medien nicht als sicherer Absteiger prognostiziert. Durch die Erfolge der letzten 3 Jahre, traut man dem MSV wieder einen einstelligen Tabellenplatz zum Ende der Saison zu. Ein großer Irrtum wie sich bald herausstellen sollte. Ein 1:1 erlangte man zwar im ersten Meisterschaftsspiel gegen den Titelaspiranten Bayer Leverkusen (s. rechts), danach war aber erst mal lange Schmalkost angesagt. Die Profi-Mannschaft des MSV Duisburg übertraf sogar eigene negative Vereinsrekorde und konnte 11 Spiele lang nicht einen einzigen Sieg einfahren. Die Situation schien schon fast aussichtslos. Tristesse machte die Runde. Spielszene Saisoneröffnung gegen Bayer 04 Leverkusen.


Sogar das Aus im DFB-Pokal kam dann recht zeitig gegen den VFL-Bochum. Nach der Verlängerung verlor man im Elfmeterschiessen. Der MSV stellte erstmalig in seiner Vereinsgeschichte einen hauptamtlichen Manager ein. Der ehemalige Fußballweltmeister Bernd Cullmann übernahm dieses Amt. Cullmann wurde von Funkel favorisiert und akzeptiert. Es sollte sich zeigen, ob diese Vorgehensweise den erwünschten hohen Erwartungen entsprach. Leider auch hier: Enttäuschung !

Ruhrmasters! Ein neues Turnier unter den renommierten Ruhrgebietsvereinen feiert Premiere. In Spielen gegen RW Essen, Borussia Dortmund und Schalke 04, setzen sich die Zebras schließlich in einem packendem Elfmeterschießen gegen die Rivalen aus Schalke 04 durch. Und dies obwohl die Zebras ein Spiel mehr, als ihre Mitkonkurrenten aus Schalke und Dortmund bestreiten mussten. Die Partie zuvor gegen Borussia Dortmund wurde ebenfalls im Elfmeterschiessen entschieden. Mit dem Ruhrmaster 2000 des diesjährig erstmals ausgetragenen Turniers schrieb der MSV Duisburg Fußballgeschichte. Aufatmen machte sich bemerkbar. Kann der MSV das Ruder in dieser Saison noch einmal herumreißen ? Die positive Stimmung aus diesem Erfolg umlegen auf die laufende Meisterschaftssaison ?

Leider war dies nicht der Fall. Die schlechte Spielweise und Erfolglosigkeit in den Ligaspielen hielten weiter an. Erneute Tristesse kam auf. Die Zuschauerzahlen im Wedaustadion erreichten neue Negativ-Rekorde.

Auslöser weiterer Querelen im Verein war dann erneut der Aufsichtsrat, der entgegen seinen eigentlichen Aufgaben , sich erneut in sportliche Angelegenheiten einmischte und damit munter für Negativstimmung sorgte. Der Aufsichtsrat sprach sich wegen der anhaltenden Erfolglosigkeit der 1. Mannschaft gegen Friedhelm Funkel (s. rechts) aus und wollte eine sofortige Entlassung des Trainers erwirken. Der erst im Vorjahr in den Aufsichtsrat gewählte Helmut Sandrock rückte in die Vorstandsebene auf. Diskussionen über Internas des Vereins drangen vor bis in die Öffentlichkeit. Die Liga reagierte mit Kopfschütteln. Dies wiederum brachte die Fans gegen den Aufsichtsrat. Sie wollten den Trainer auf jeden Fall halten und lieber den gesamten Aufsichtsrat in die Wüste schicken. Durch Transparente vor dem Stadion machten die Fans ihren Unmut publik und fanden dadurch Beachtung in den Medien. Viele Fans forderten die sofortige Freistellung des Aufsichtsratvorsitzenden Weber. Die Mehrheit der Fans waren mit Recht der Meinung, das ganze Theater hätte seinen Ursprung in den Reihen des Aufsichtsrates gehabt.


Friedhelm Funkel

Eine offizielle Fanvollversammlung wurde abgehalten. Vorstandsmitglied Helmut Sandrock stand den Fans Rede und Antwort. Zwei Aufsichtsratsmitglieder stellten sich tagsdrauf im einer "nicht öffentlichen" Veranstaltung den Vertretern und Vorständen der Fan-Clubs. Misslungene Versuche von Rechtfertigungen endeten im Nichts und erntete nur den Hohn der Mehrzahl der anwesenden Fans, von denen einige schon vor Ende der Veranstaltung unter Protest die Räume verließen.

Funkel hatte sich zu sehr in die Herzen der Fans eingenistet. Zu beachtlich waren seine Erfolge in den letzten 3 Jahren an der Wedau. Die Mehrzahl der Fans wäre sicherlich auch mit Funkel in die 2. Liga gegangen und hätten gerne Funkel den Neuaufbau der Mannschaft gestalten lassen. Das er dazu in der Lage war, hatte er ja schon bewiesen. Die Meinungen unter den Anhängern schwankten dennoch stark zwischen Pro- und Contra-Funkel.

Die Erfolglosigkeit der Mannschaft hielt leider an. Zur Mitte der Rückrunde hatten die Zebras gerade mal 3 Siege einfahren können. Der letzte Tabellenplatz wurde zum Stammplatz für die Zebras. Es wurde teilweise auch "Antifußball" zelebriert und die Zebras machten den Eindruck, die "rote Laterne" auf alle Fälle halten zu wollen. Als es dann zum Ende schon so gut wie feststand, dass der Abstieg nicht mehr zu vermeiden ist, wurde Friedhelm Funkel völlig unsinnig mit sofortiger Wirkung von seinem Traineramt "beurlaubt". Co-Trainer Seppo Eichkorn (s. rechts) übernahm die im Abstiegskampf schon beinahe designierten Zebras und kündigte gleichzeitig an, das Amt des Cheftrainers aus Gründen der Solidarität zum bereits gefeuerten Cheftrainer Friedhelm Funkel nicht übernehmen zu wollen, sondern die Mannschaft nur als Interimstrainer zu begleiten. Interimstrainer Seppo Eichkorn
Seppo Eichkorn


Diskussionen kamen auf, wer denn nun der neue Trainer werden würde. Namen wie Neururer, Kuntz, Rausch, der Belgier Vandereycken und der Teufel weiß, wer noch alles, wurden diskutiert. 

Geworden ist es dann schließlich Wolfgang Frank vom Zweitligisten Mainz 05, der zu diesem Zeitpunkt mit seiner Mannschaft nur den 12. Tabellenplatz der 2. Liga zierte. Nach einem unwürdigen Auftritt der Zebras im Ostseestadion gegen Hansa Rostock, gab sich der MSV geradezu kampflos 1:3 geschlagen und besiegelte damit auch rein rechnerisch schon 3 Spieltage vor Ende der Saison, den 4. Abstieg des Vereins aus der 1. Bundesliga. Kein Verein stieg bisher öfter aus der Bundesliga ab. Auch ein traurig stimmender Rekord dieser total verfahrenen Saison.


Wolfgang Frank

 

Der erste Manager des MSV schmeißt das Handtuch. Bernd Cullmann (s. rechts) bittet im Juni 2000 um vorzeitige Vertragsauflösung und verlässt den Verein mit sofortiger Wirkung. Zu ineffizient sei seine Einkaufspolitik gewesen und es mangele ihm an genügend Identifikation mit dem Verein, hieß es. Duisburgs Vorstand entsprach dem Wunsch des 50-jährigen Weltmeisters von 1974 nach Auflösung des Vertrages, der bis zum Ende der Saison 2001 Gültigkeit hatte. Cullmann gab für seine Entscheidung persönliche Gründe an, die er aber nicht näher erläuterte. Er verzichtet damit auf rund 400 000 Mark Gehalt. Der Kölner hatte sich beim Arbeiterverein MSV nie recht wohl gefühlt. Manager Bernd Cullmann und Dr. Carsten Müller
Dr. Carsten Müller und Bernd Cullmann 

Außerdem gab's aus dem Umfeld Kritik an gewiss unglücklichen Transfer-Aktionen wie jene im Fall des Dänen Stig Töfting, der über den "Umweg" Arhaus ablösefrei zum Hamburger SV wechseln konnte. Oder das Transfer-Hick- Hack um Piotr Reiss. Der MSV lieh den Polen von Hertha BSC Berlin aus, doch Cullmann handelte weder einen Anschlussvertrag noch eine zu verrechnende und daher günstigere Ablösesumme aus.

Die neue Saison 00/01 kann nach Verpflichtung der neuen Spieler Bobel (Fortuna Köln), Sarpei (Fortuna Köln), Stark (Wattenscheid 09), Gruzka (Göttingen 05), Gruev (FC Burgas, Milovanovic (Hannover 96) und dem Kongolesen Jean-Kasongo Banza (VfL Wolfsburg) beginnen
 


Mannschaftsfoto des 2.Liga-Teams der Saison 00/01 


Das Amt des Vorstandsvorsitzenden steht neu zur Verfügung. Dr. Spick räumt aus gesundheitlichen Gründen den Stuhl. Favorisiert für den jetzt freien Posten des Vorstandsvorsitzenden in der Aufsichtsratssitzung vom Juni 2000, ist der mit kometenhaften Schwung in den Vorstand berufene Helmut Sandrock.

Am 15. Juni 2000 wird erwartungsgemäß Helmut Sandrock (s. rechts) als der neue Präsident des MSV Duisburg offiziell bekannt gegeben. Der Aufsichtsrat berief Sandrock auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Die drei Geschäftsfelder im "neuen" Vorstand mit dreijähriger Laufzeit ordnen sich so ein: Sandrock ist für die Vermarktung des Clubs und für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, Dr. Carsten Müller für die Finanzen und Dietmar Cremer für Planungen (vor allem Stadionausbau). Es gebe keine Hierarchie, sondern: "Wir sind ein Team und wollen zusammen einiges bewegen", erklärte Sandrock gegenüber der Presse.


Helmut Sandrock


Peter Közle (s. rechts) wurde für die Saison 2000/2001 erneut vom MSV verpflichtet. Der mittlerweile 32 Jahre alt gewordene Stürmer spielte bereits in den mittleren 90er Jahren recht erfolgreich für den MSV Duisburg. Zu seiner Duisburger Zeit betrieb Peter Közle nebenbei eine Gastwirtschaft in Duisburg und besang das Duisburg-Lied zusammen mit dem jetzigen Fanbeauftragten Bülent Aksen auf einer Schallplatte.
Dieses Lied wird noch heute im Stadion vor dem Anpfiff gespielt.


Peter Közle

Die neue Zweit-Liga Saison ging an den Start. Erwartungsvoll strömten die Fans ins Wedaustadion zum ersten 2.Ligaspiel gegen den Mitabsteiger SV Ulm. Gleich wieder Ernüchterung. Zwar spielten die Zebras in den ersten 30 Minuten der Partie erfrischenden Fußball, jedoch konnte dieses Niveau nicht über die gesamten 90 Minuten aufrecht erhalten werden. Die Ulmer erzielten ein Tor und entführten gleich die ersten 3 Punkte von der Wedau. Auch im zweiten Spiel konnten die Zebras nicht überzeugen. Gegen den Lokalrivalen RW Oberhausen fand nach fast 25 Jahren wieder mal eine Begegnung der beiden Nachbarn statt. Mit dem Ergebnis, dass die Zebras erneut keinen Punkt ergattern konnten. Auch hier gab es eine Niederlage. Der erste Punkt der Saison wurde schließlich gegen den Verein erzielt, den der MSV-Trainer Frank erst letztes Jahr verlies. In einer sehr, sehr schlechten Partie, gelang es dem MSV erneut nicht, einen Sieg herauszuspielen. Die Fans machten ihren Unmut durch Hohn und Spottgesängen Luft. Im darauffolgenden Spiel reisten die Zebras ins Aachener Tivoli. Auch hier konnte nicht gewonnen werden. Unerwartungsgemäß ergatterten die Zebras nach bereits 4 Spielen lediglich ein einziges Pünktchen in der Liga 2. Damit sind alle Aufstiegsträumereien erst mal wieder aufs Eis gelegt worden. Im Gegenteil, so wie es aussah, stand der MSV bereits wieder auf einem Abstiegsplatz der 2. Bundesliga und ist der Regionalliga näher als einem gesicherten Platz in der zweiten Bundesliga.

Was unweigerlich kommen musste, kam dann auch recht zeitig. Nach einem einzigen Sieg gegen den FC St.Pauli und darauffolgenden weiteren Niederlagen in schwachen Spielen, konnte der MSV auf eine sehr negative 2.Liga-Bilanz zurückblicken. Der erst kürzlich ins Boot genommene sehr sympathische, aber leider glücklos agierende Trainer Wolfgang Frank (s. rechts) wurde vom Cheftrainerposten befreit.
 

Wolfgang Frank


Seppo Eichkorn


Detlef Pirsig
Co-Trainer Seppo Eichkorn (s. links oben) übernahm erneut das Ruder. Diesmal allerdings nicht als eine Interimslösung, sondern als Cheftrainer.

Der MSV besinnt sich weiter auf seine Traditionen und stellt Seppo Eichkorn das MSV-Urgestein Detlef Pirsig
(s. links unten)als sportlichen Leiter zur Seite. Zudem kommt das Duisburger Urgestein Joachim Hopp als Co-Trainer ins Team. In einem Interview mit RP-Online bringt Detlef Pirsig (s. rechts unten) in gewohnter Manier unmissverständlich zum Ausdruck: Der MSV sei doch sein Verein. Er sei seit über 30 Jahren mit ihm verbunden. Das wäre doch so wie in einer gut funktionierenden Ehe, das Band würde ewig halten. Zur momentanen Situation meinte Detlef Pirsig: "Klarer Fall, dem Team fehlt es an Spielerpersönlichkeiten, die sind nun mal das Salz in der Suppe. Außerdem kann man nicht unbedingt davon sprechen, dass totales Engagement sichtbar war. Das muss sich schleunigst ändern."

Eine weise Voraussicht, wie sich bald herausstellen sollte. Denn mit der Verpflichtung von Seppo zum Cheftrainer und Detlef Pirsig als sportlicher Direktor, kam die Glücksfee und auch der Erfolg zu den Zebras in beeindruckender Weise zurück. Der MSV blieb nach sage und schreibe 
12 Pflichtspielen
noch ungeschlagen und legte damit eine Erfolgsserie hin, die ihres Gleichen sucht. Die am Anfang der Saison von vielen "belächelten" Duisburger haben es mal wieder allen gezeigt. 

  
Weiterhin verpflichten die Meidericher ein Ziehkind aus der eigenen Jugend und Amateurbereich: Marius Ebbers, (s. rechts) der zwischenzeitlich bei der Wattenscheider SG Erfolge feierte indem er bereits während der laufenden Saison 14 Tore in 19 Spielen für die SG erzielt hat. Marius kommt auch auf vielfachen Wunsch der Fans zu seinen Zebras zurück. Zu seinem ersten Einsatz im Auswärtsspiel beim SSV Ulm gab Marius seinen Einstand. Nach einer Ecke von Ilja Gruev verwandelte er per mächtigen Kopfstoß zum 3:1-Endstand. 
 

Marius Ebbers
Im DFB-Pokal geben die Zebras wieder richtig Gas. Nach dem FC Tenningen, und dem VFB Lübeck in der ersten und zweiten Runde des DFB-Pokals wird im Achtelfinale der Erstligist VFL Wolfsburg aus dem Rennen geschmissen. Gegner für das Viertelfinale ist in einem Heimspiel an der Wedau, die Borussia aus Mönchengladbach. Schiedsrichter 
Helmut Krug aus Gelsenkirchen
(s. links im "freundlichen Miteinander" mit Toto Wohlert) pfeift die Zebras ins Pokal-Aus. Ein nicht berechtigter Elfmeter (angeschossenes Handspiel bei Kapitän Torsten Wohlert) lässt die Borussia ins Pokalhalbfinale ziehen. Freunde hat sich Schiedsrichter Krug bisher in Duisburg jedenfalls noch nicht schaffen können. Auch Alttrainer Friedhelm Funkel geriet mit Krug schon des öfteren wegen diversen Fehlentscheidungen zu Lasten des MSV aneinander. 

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